Kündigung erhalten?

Kündigung erhalten?

Eine Kündigung zu erhalten ist eine belastende Situation – oftmals nicht nur für einen selbst, sondern auch für das eigene Umfeld, für das man Verantwortung trägt. Drohende Arbeitslosigkeit, finanzielle Einbußen und Existenzängste beherrschen alsbald das Denken und aus diesem Schock heraus kann es passieren, dass man nach einer ausgesprochenen Kündigung Fehler begeht, die man später nicht mehr ausbessern kann. Das ist zwar menschlich und mehr als verständlich – aber es geht auch anders.

Hier finden sie eine Checkliste, um nach einer Kündigung richtig zu handeln. So können Sie auch nach einer ausgesprochenen Kündigung das Beste für sich selbst herausholen.

 

 

Checkliste, um bei einer Kündigung richtig zu handeln

Unterschreiben Sie nichts!

Sie sollten nichts, aber auch gar nichts unterschreiben – noch nicht einmal eine Empfangsbestätigung. Sie könnten sonst womöglich rechtliche Fakten schaffen, die wir später nur noch schwer aus der Welt schaffen können.

Bitten Sie um Bedenkzeit. Nehmen Sie das Schriftstück an sich und sagen Sie: „Darüber muss ich erst einmal eine Nacht schlafen.“ Jetzt gilt es Zeit zu gewinnen, um sich sachkundige Hilfe zu holen und sich nicht von seinen Gefühlen übermannen zu lassen.

Setzen Sie Ihr Pokerface auf!

Egal, ob man bereits einen Verdacht hatte, oder ob die Kündigung auf heiterem Himmel kommt: Oft ist sie ein Schock. Ein Kündigungsschreiben kann die verschiedensten Gefühle hervorrufen, wie Ohnmacht, Wut, Trauer und Trotz.

Unser Rat: Lassen Sie sich nicht aus der Reserve locken.  Gehen Sie ganz normal zur Arbeit, sollte keine andere Regelung mit dem Arbeitgeber bestehen. Die Zeit brauchen Sie, um alles juristisch gut in Ihrem Sinne zu regeln. Also: Setzen Sie Ihr Pokerface auf und holen Sie sich den juristischen Rat eines Experten für Arbeitsrecht.

Beachten Sie die 3-Wochen-Frist!

Im Falle einer Kündigung ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und zügig die richtigen Schritte einzuleiten. Versuchen Sie nicht die Situation zu verdrängen oder erst einmal abzuwarten, denn so geht wertvolle Zeit verloren. Sie haben genau drei Wochen Zeit, eine Kündigungsschutzklage einzureichen. Dies sollte im besten Fall ein Anwalt tun. Damit sich Ihr Anwalt jedoch in Ihren Fall einarbeiten und die notwendigen Informationen zusammentragen kann, sollten Sie schon in der ersten Woche nach der Kündigung zu ihm gehen, um die Klage auf den Weg zu bringen.

Holen Sie sich Hilfe vom Experten!

Würden Sie mit einem Herzfehler einen Orthopäden aufsuchen? Oder mit Zahnschmerzen einen Magen-Darm-Spezialisten? Ich kann mir Ihre Antwort vorstellen. Ich würde auf jeden Fall einen Spezialisten aufsuchen, da ich mir die beste Beratung wünsche. Das sollten Sie auch bei juristischen Fragen so handhaben. Suchen Sie sich unbedingt im Fall einer Kündigung einen Spezialisten für Arbeitsrecht. Es gibt spezifische Fallstricke, die nur er kennt und in die Sie sich nicht verwirren sollten. Kollegen anderer Fachrichtungen sind auf ihrem jeweiligen Gebiet bestimmt ganz hervorragend, können manche Sachverhalte im Arbeitsrecht aber nicht einschätzen. Ein Spezialist für Arbeitsrecht kennt jedoch alle Eventualitäten und das sollten Sie für sich nutzen.

Planen Sie Ihre Schritte!

Nun haben Sie bis hierhin hoffentlich Ihr Pokerface gehalten und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Auch die Bedeutung eines Spezialisten für Arbeitsrecht ist Ihnen mittlerweile klar geworden, dennoch sollten Sie Ihre Hände noch nicht in den Schoß legen. Jetzt gilt es mit Ihrem Anwalt für Arbeitsrecht weitere mögliche Schritte zu planen und alle spezifischen Fragen zu klären, zum Beispiel die Agentur für Arbeit zu informieren oder sich ein Zwischenzeugnis ausstellen zu lassen. Das sind alles sehr spezifische Fragen, die Sie mit einem Spezialisten klären sollten.

 

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FAQ

Haben Sie Fragen, die wir Ihnen jetzt schon beantworten können?

Lohnt sich eine Kündigungsschutzklage überhaupt? Was kann ich mir davon versprechen?

Das Arbeitsrecht hat den Zweck den Arbeitnehmer zu schützen. Damit eine Kündigung wirksam ist, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht hat hierbei alle Kriterien im Blick und identifiziert für Sie eventuelle Sachverhalte, die die Wirksamkeit Ihrer Kündigung anfechten können.

In der Regel wird bei einer Kündigungsschutzklage ein Vergleich geschlossen und ggf. sogar eine Abfindung ausgehandelt, die Ihnen finanziell etwas Luft verschafft, um sich auf neue Jobangebote zu bewerben.

Muss ich nach erfolgreicher Kündigungsschutzklage weiterhin für einen Arbeitgeber arbeiten, der darauf wartet mich loszuwerden?

Nein. Das Ziel einer Kündigungsschutzklage ist es zwar festzustellen, dass die Kündigung unwirksam ist, wodurch dann wiederum der Arbeitnehmer auf seinen Arbeitsplatz im Unternehmen bestehen kann, allerdings sieht die Praxis anders aus. Oft haben beide Parteien kein Interesse daran das Arbeitsverhältnis fortzuführen, so dass in der Regel versucht wird ein Vergleich und ggf. eine Abfindung auszuhandeln. Der Arbeitnehmer kann die Rückkehr ins Unternehmen innerhalb einer Woche nach Inkrafttreten des Urteils sogar verweigern, ohne dass ihm dadurch Nachteile entstehen.

Ich habe keine Rechtsschutzversicherung. Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Ob eine Kündigungsschutzklage durch Ihre Rechtsschutzversicherung getragen wird, hängt von dem Umfang Ihrer Rechtschutzversicherung ab. Beinhaltet sie das Feld Arbeitsrecht, so ist auch eine Kündigungsschutzklage abgedeckt.

Ich habe keine Rechtsschutzversicherung. Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Generell richten sich die Kosten für eine Kündigungsschutzklage nach dem festgelegten Streitwert, der in der Regel ein Viertel des Brutto-Jahresgehaltes beträgt. Bei einem Verfahren vor dem Arbeitsgericht in erster Instanz müssen beide Parteien Ihre Anwaltskosten selbst tragen. Die unterlegene Partei bekommt also nicht die entstandenen Kosten der Gegenseite auferlegt. Weisen Sie uns bitte im Erstgespräch darauf hin, wenn Sie keine Rechtsschutzversicherung haben. Wir schätzen Ihre Chancen ein und geben eine unverbindliche Einschätzung über die Kosten-Nutzen-Relation.